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Infos zu Druckluftpressen:

Druckluftpressen
Begriffsbestimmung, Funktion, Anwendung

Zum Einsatz kommen Druckluftpressen, wenn die menschliche Arbeitskraft nicht mehr ausreicht, um die benötigte Druckkraft zu erzeugen, oder die Anzahl der zu bearbeitenden Teile zu groß ist.

Druckluftpressen werden mit verschiedenen Übersetzungsmechanismen hergestellt. Ihnen gemeinsam ist der Antrieb über komprimierte und getrocknete Luft, wobei überlicherweise der Eingangsdruck zwischen 3 bar und 6 bar liegt. Ihre Nennkraft erreichen Druckluftpressen bei 6 bar. Um eine Druckluftpresse zu betreiben, ist eine Steuerung notwendig. In der Regel ist dies bei einem Handarbeitsplatz eine Zweihand-Sicherheits-Steuerung oder, wenn die Druckluftpresse als Komponente in eine automatisierte Anlage intergriert wird, erfolgt die Ansteuerung über eine übergeordnete SPS.

Druckluftpressen werden mit drei verschiedenen Übersetzungsmechanismen hergestellt: der Kniehebel-Übersetzung, dem direkten Antrieb oder mit hydro-pneumatischer Übersetzung.

Die optimalen Übersetzungsverhältnisse des Kniehebels erzeugen große Kräfte am Hubende und sichern einen geringen Luftverbrauch. Sein Vorteil ist, dass die Stößelgeschwindigkeit relativ schnell und die Hublänge, bedingt durch die Kniehebelmechanik, genau definiert ist. Kniehebel-Druckluftpressen sind deshalb ideal, wenn die benötigte Kraft gezielt am Hubende benötigt wird, wie z.B. beim Bördeln, Stanzen oder Abkanten.

Direktwirkende Druckluftpressen sind die am meisten verwendeten Druckluftpressen. Ihr Vorteil ist der über die gesamte Hublänge konstante Kraftverlauf. Der eingesetzte Luftdruck steht in direkter Relation zu der erzeugten Druckkraft. Ein besonderer Vorteil der direktwirkenden Druckluftpresse ist die präzise Einstellbarkeit der Hublänge. Dies ermöglicht den flexiblen Einsatz für verschiedenste Anwendungen: z.B. Einpressen von Buchsen, Montieren von Bauteilen oder Biegen.

Hydro-pneumatische Pressen sind eine Form der direktwirkenden Druckluftpressen. Hydro-pneumatische Pressen werden nur mit Druckluft angetrieben, verfügen aber über eine integrierte Hochdruck Ölkammer, mit der die hohe Kraft dieses Pressentyps erzeugt wird. Bei hydro-pneumatischen Pressen unterscheidet man deshalb zwischen dem pneumatischen Eilhub und dem hydraulischen Krafthub. Zuerst fährt der Stößel der Presse im Eilhub schnell, und nur mit Druckluft angetrieben, das Werkstück an. Dann wird, sobald vom Werkstück ein Gegendruck erzeugt wird, der Krafthub der Presse eingeschaltet. Dabei wird über einen pneumatisch angetriebenen Plunger der Öldruck in einer geschlossenen Kammer erhöht, und die Presse arbeitet im hydraulischen Krafthub weiter. Hydro-pneumatische Pressen kommen zum Einsatz, wenn große Kraft über einen kurzen Hubweg benötigt wird, wie z.B. beim Einpressen, Nieten oder Prägen.

 

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